Die Grundlage für eine gute Begleitung in der Sterbephase ist, den Gast in seiner Persönlichkeit wahrzunehmen und Wünsche und Gedanken zu verstehen.

 

Bei Aufnahme und in der Eingewöhnungsphase werden dehalb folgende Punkte mit unserem Gast und/oder mit seinen Angehörigen besprochen.

 

 

  • Gibt es eine Patientenverfügung? Wenn ja, kann geprüft werden ob alle Wünsche für die letzte Lebensphase geregelt sind.
  • Welche religiöse Zugehörigkeit gibt es und wie übt der Bewohner seine Religion aus?
  • Wird ein bestimmtes Beerdigungsinstitut bevorzugt?
  • etc.

 

Eine weitere Voraussetzungen für den würdigen Abschied eines anvertrauten Menschen sind das enge Zusammenwirken mit den Angehörigen und den behandelnden Ärzten sowie das Respektieren der Wünsche und Bedürfnisse des Gastes.

 

Wir richten uns nach dem Leitsatz der Hospizbewegung

"Wir werden alles tun, was wir können, damit du nicht nur in Frieden sterben kannst, 
 sondern damit du auch leben kannst, bis du stirbst."

Dadurch ermöglicht die Einrichtung den Gästen ein größtmögliches Maß an Lebensqualität bis zum letzten Augenblick. Angehörige werden in den Prozess des Abschiednehmens einbezogen, indem sie die Möglichkeit haben „rund um die Uhr“ Abschied zu nehmen. Ihnen wird jederzeit Zutritt in das Haus gewährt und sie können die Mitarbeiter bei Wünschen, Fragen oder Ängsten immer ansprechen.

 
Begleiten heißt, "Nähe spürbar machen". Im Rahmen der Bezugspflege steht das besondere partnerschaftliche Vertrauensverhältnis im Vordergrund und bietet dem Bewohner durch ein bekanntes vertrauensvolles „Gesicht“ Begleitung, Zuwendung und Begegnung in der letzten Phase des Lebens.

 
Zusätzlich bieten unsere sozialen Betreuungskräfte in dieser Phase des Lebens Einzelmaßnahmen an und beachten dabei sehr genau den Gesamtprozess innerhalb der Wohngemeinschaft. Eine kontinuierliche Betreuung und Begleitung durch Angehörige, Bezugspersonen, ehrenamtliche Hospizkräfte und eine ggf. religiöse Unterstützung durch einen Priester wird angestrebt. Dabei werden die besonderen Bedürfnisse des Sterbenden berücksichtigt. Er entscheidet, was ihm gut tut.

 
In dieser Phase ist auch eine der wichtigsten pflegerischen Maßnahmen, den Gast schmerzfrei Abschied nehmen zu lassen. Dies ist eines der Ziele im Rahmen des Schmerzmanagements.