nurona :: Training für den Ernstfall – Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehr Hofbieber-Mitte
Am Samstag um 16 Uhr wurde der beschauliche Alltag im Pflegezentrum Hofbieber durch einen über die Brandmeldeanlage ausgelösten Alarm unterbrochen. Die Freiwillige Feuerwehr Hofbieber-Mitte führte in der Einrichtung eine gemeinschaftliche Einsatz- und Rettungsübung aller drei Löschzüge durch und rückte mit über 39 Feuerwehrmännern und -frauen sowie insgesamt sechs Fahrzeugen an.

Die Einsatzkräfte waren im Vorfeld lediglich darüber informiert worden, dass um 16 Uhr eine Übung stattfinden wird. Sie wussten weder, dass sich es um eine großangelegte Alarmübung handelt, noch zu welchem Objekt sie gerufen werden würden.

 

Die Maßnahme diente der Feuerwehr dazu, zentrale Aspekte wie Orientierung und Ablauforganisation vor Ort sowie den Einsatz von Atemschutzgeräten zu üben. Teil der Übung waren eine Brandsimulation in einem Bewohnerzimmer sowie in einem Technikraum im Dachgeschoss, aus denen jeweils auch vermisste Personen zu bergen waren. Zum Erkunden sowie zur Menschenrettung und Brandbekämpfung wurden insgesamt vier Trupps unter schwerem Atemschutz in das Pflegezentrum geschickt. Mit Hilfe von Laufkarten sowie der mitgeführten Wärmebildkamera konnten die vermissten Personen schnell gerettet und erfolgreich dem Rettungsdienst übergeben werden. Zur Brandbekämpfung wurde zudem von außen über eine Steckleiter ein Angriff in das erste Obergeschoss durch das Fenster vorgenommen. Durch den gezielten Einsatz von mitgeführten Rauchschutzvorhängen konnte eine Rauchausbreitung in andere rauchfreie Bereiche der Einrichtung erfolgreich verhindert werden.

 

 

 

1. stellvertretende Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Hofbieber und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Hofbieber-Mitte Matthias Kümmel:

„Der große Vorteil von Übungsmöglichkeiten wie dieser liegt darin, dass die Mannschaften ein realgetreues Szenario vorfinden. Ziel ist es vor allem auch, dass die Einsatzkräfte im Ernstfall von den Erfahrungen aus der Übung profitieren und noch routinierter handeln.“

 

Neben der Organisation der Menschenrettung und Brandbekämpfung legten Matthias Kümmel und der zweite stellvertretende Gemeindebrandinspektor und weiterer Übungsbeobachter Andreas Flügel, auch besonderes Augenmerk auf die Kommunikation unter den verschiedenen Trupps, mit Zugführer und Einheitsführern sowie dem Einsatzleitwagen, da diese im Ernstfall von zentraler Bedeutung ist und erfolgsentscheidend sein kann.

Für die Mitarbeiter des Pflegezentrums bot sich die Gelegenheit, die betrieblichen Abläufe in der Gefahrenabwehr im Brandfall zu überprüfen und zu üben.

 

Pflegedienstleitung Sabine Klaus:

„Unsere Kollegen wussten ebenfalls nicht, dass heute bei uns eine Übung stattfindet. Zur Vorbereitung haben wir aber in vergangenen Dienstbesprechungen nochmal gezielt die Verfahrensanweisungen zum Thema Evakuierung thematisiert.“

 

So wurden die Bewohner während der Übung von den Mitarbeitern auch erfolgreich in den nächsten sicheren Brandabschnitt gebracht.

Alle Beteiligten zogen ein positives Resümee bei der Nachbesprechung des Einsatzes. Der Initiator der Übung, Matthias Kümmel, war mit deren Ergebnis sehr zufrieden. Auch Zugführer Frank Rübsam, der die Einsatzleitung vor Ort übernommen hatte und Kristin Heger, Einrichtungsleitung im Pflegezentrum, bewerteten die Leistungen ihrer Teams sehr positiv.

 

Einrichtungsleitung Kristin Heger:

„Wir möchten für unsere Bewohner und Mitarbeiter  optimale Sicherheit gewährleisten und nehmen aus der Übung nun Erkenntnisse und Aufgaben für uns mit, um unsere Abläufe zu optimieren, damit wir in einem echten Notfall noch effizienter und rascher handeln können.“

 

Die Freiwillige Feuerwehr Hofbieber-Mitte und das nurona Pflegezentrum möchten auch in Zukunft eng zusammenarbeiten. Somit sind zukünftige weitere gemeinsame Maßnahmen und Übungen denkbar - natürlich stets unter besonderer Rücksichtnahme auf die Bewohner, damit diese es gut und sicher überstehen, wenn Feueralarm und Sirenen losgehen.