Das Konzept der Hausmeinschaft

Unsere vollstationären Gäste profitieren von einer aktivierenden Pflege und biographieorientierten Betreuung. Die Aufteilung unseres Hauses in vier Wohngruppen nach dem Konzept der Hausgemeinschaften, ermöglicht das Zusammenleben in einer familienähnlichen Struktur mit ausreichend Raum und Zeit für persönliche Zuwendung. Ausschlaggebend beim Konzept der Hausgemeinschaft ist, dass alltägliche Aufgaben und hauswirtschaftliche Arbeiten wie zum Beispiel Kochen, Backen, Blumenpflege oder auch Einkaufen gemeinsam bewältigt werden. Jeder trägt im Rahmen seiner  individuellen Möglichkeiten etwas bei. Menschen, die sich nicht mehr alleine zurechtfinden oder körperlich oder geistig stärker eingeschränkt sind, werden in die Gemeinschaft integriert. Es wird sich gegenseitig unterstützt und anderen in der Hausgemeinschaft geholfen.

 

Pflege- und Betreuungsleistungen

Die Pflege und Betreuung richtet sich nach dem allgemeinen Stand der medizinisch-pflegerischen Erkenntnisse und dient der Erhaltung und Verbesserung des Allgemein- und Gesundheitszustandes. Fähigkeiten, die die Bewohner als Ressource aufweisen, werden berücksichtigt, die Selbstständigkeit gefördert und erhalten. Nur bei Bedarf erhält der Bewohner Unterstützung.

 
Die Versorgung erfolgt nach den Gesichtspunkten der Bezugspflege und unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche und Rituale, z. B. Wunschversorgungszeit (Frühaufsteher oder Langschläfer) oder geschlechtsspezifische Versorgung, etc. Somit wird ein reibungsloser und individueller Pflegeablauf gewährleistet.

 

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Grundpflegerische Leistungen

Die grundpflegerischen Leistungen der Einrichtung umfassen Hilfe bei der Körperpflege, der Nahrungsaufnahme, der Ausscheidung sowie bei der Mobilität. Diese werden in der Pflegeprozessplanung unter Einbeziehung aller Ressourcen, individuellen Bedürfnisse, des Pflegebedarfs und der Teilnahme an tagesstrukturierenden Angeboten integriert. Notwendige
Pflegehilfsmittel werden durch die Institution bereitgestellt oder in Absprache mit dem behandelten Arzt organisiert.

 

Körperpflege

Die Körperpflege ist Bestandteil der Grundpflege und umfasst folgende Hilfestellungen:

  • kleine Körperpflege = Teilwaschung
  • Ganzkörperpflege
  • Hilfestellung beim Duschen / Baden
  • Fußbad
  • Haarpflege
  • Rasur
  • Nagelpflege
  • Mund- und Zahnhygiene sowie Prothesenpflege
  • Hautpflege
  • Hilfe beim Anziehen und Auskleiden
  • Anlegen von Prothesen
  • Handhabung der Körperpflege

 

Die Durchführung der täglichen Körperpflege richtet sich nach den individuellen Gewohnheiten (z. B. Duschtage, Versorgungszeit, Auswahl der Wasch- und Pflegeutensilien) sowie den Ressourcen und speziellen Bedürfnissen der Bewohner. Die Achtung der Intimsphäre ist oberste Prämisse im täglichen pflegerischen Agieren. Der erforderliche Hilfebedarf wird vorab von der zuständigen Pflegefachkraft mit dem jeweiligen Bewohner erhoben und im Anschluss daran in der Pflegeplanung handlungsanleitend schriftlich fixiert.

 

 

 

Hilfestellung bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme

Unsere Gäste erhalten eine ausgewogene und ausreichende Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Dabei werden Gewohnheiten und Ressourcen der Bewohner ebenso berücksichtigt wie Unverträglichkeiten und Abneigungen. Auch die Darreichungsform richtet sich nach den Möglichkeiten und Wünschen (normal, mundgerechte Vorbereitung, passiert und Finger Food). Eine Ermittlung erfolgt immer durch die Pflegekräfte und wird mit der Küche abgestimmt. Bei der Nahrungsaufnahme werden die Bewohner von Mitarbeitern der sozialen Betreuung unterstützt.

 

 

 

Inkontinenzmanagement im Rahmen der grundpflegerischen Versorgung

Die Auswahl der Inkontinenzmaterialien erfolgt nach den Empfehlungen des Expertenstandards zur Förderung der Harnkontinenz. Besonderes Augenmerk wird bei der Auswahl auf die Förderung der Mobilität und des Wohlbefindens des Gastes gelegt. Die Zimmer sind mit einem behindertengerechten Badezimmer ausgestattet. Zusätzliche Ausstattungen mit Hilfsmitteln, z. B. Toilettensitzerhöhungen, sind jederzeit möglich.

 

 

 

Mobilisation

Die Mobilisation soll den Bewohner in seiner Bewegungsfähigkeit unterstützen und fördern und umfasst gezielte Bewegungsübungen mit dem Ziel der:

  • Wiederherstellung der Beweglichkeit
  • Verminderung des Kranksheitsempfinden
  • Vermeidung von Folgeerkrankungen, wie z.B. Dekubitus, Kontraktur, Pneumonie etc. , durch aktive und passive Bewegungsübungen
  • Gehübungen
  • Hilfestellung beim Treppensteigen
  • Anleitung zur Nutzung von Gehhilfen
  • Mobilisierung nach Bettlägrigkeit
  • Spaziergänge
  • Hilfe beim Aufstehen und beim Zubettgehen

 

 

 

Behandlungspflege

Die Behandlungspflege wird nach ärztlicher Verordnung, unter Berücksichtigung der neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse und der individuellen Gastbedürfnisse erbracht. Arztvisiten werden in der Einrichtung regelmäßig durchgeführt und von einer Pflegefachkraft begleitet. Sollten Besuche in Praxen, diagnostischen oder therapeutischen Einrichtungen notwendig werden, übernehmen wir gerne die Organisation.

 

 

 

Wundbehandlung · Wundmanagement gemäß aktueller Erkenntnisse und Richtlinien

Die Wundversorgung erfolgt nach ärztlicher Anordnung durch Pflegefachkräfte. Dabei werden externe Wundberater zur professionellen Beratung hinzugezogen.

 

 

 

Soziale Betreuung

Die Aktivitäten im Bereich der „Sozialen Betreuung“ haben zum Ziel, die persönliche Lebensgestaltung der Bewohner zu unterstützen bzw. wieder herzustellen. Dabei wird die aktuelle Lebenssituation jedes Einzelnen berücksichtigt, insbesondere:

  • die Lebens- und Gesundheitsgeschichte
  • der kulturelle und religiöse Hintergrund
  • alters- und gesundheitsbedingte Defizite

Die Angebote umfassen u.a. die Bereiche:

 

  • Motorik und Koordination
  • Kommunikation
  • Orientierung
  • Gedächtnis
  • Wahrnehmung
  • Konzentration
  • emotionales Verhalten

 

Diese Kriterien werden entsprechend in der Beschäftigungsplanung berücksichtigt, die mit dem Gast abgestimmt wird. Die Mitarbeiter der sozialen Betreuung sind direkt der Pflegedienstleitung unterstellt und arbeiten in der Zeit von Montag bis Samstag.

 
Unterstützt werden sie noch zusätzlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die im Rahmen von Besuchsdiensten tätig sind.  Dadurch ist es möglich, die Gäste im Sinne von Einzelangeboten zu begleiten bspw. bei Einkäufen, Spaziergängen oder bei einem Besuch zu kulturellen Veranstaltungen. Einzelangebote finden auch an Sonntagen statt.

 
Im Vordergrund steht, den Gast in seiner Selbstständigkeit zu fördern und ihm den Kontakt zu anderen Menschen zu gewährleisten. Im stetigen Austausch zwischen Pflege und sozialem Betreuungsdienst werden bereits bestehende Planungen immer wieder angepasst und auf die momentanen Bedürfnisse jedes einzelnen Bewohners abgestimmt. Achtung der Individualität und Rücksichtnahme auf vorhandene Defizite sind selbstverständlich.

 
Die Angebote des Pflegezentrums beschränken sich nicht nur auf aktive Gäste, sondern sind auch für demenziell eingeschränkte Personen vorgesehen.

Zu den Gruppenangeboten zählen u.a.

 

  • Gedächtnistraning
  • Singstunden
  • Gymnastik
  • gemeinsames Kochen und Backen
  • Aktivierungs- und Gesprächsgruppen (Biografiearbeit)
  • Stammtischrunden
  • kreatives Gestalten
  • Spiele- und Quizrunden

 

 

Abgrenzung der sozialen Betreuung und tagesstrukturierender Maßnahmen

Durch das Konzept der Hausgemeinschaft haben die Bewohner die Möglichkeit, sich innerhalb eines geregelten Tagesablaufes an den alltäglich immer wiederkehrenden Maßnahmen, wie z.B. Kochen, Backen, Tisch decken usw., zu beteiligen. So wird die familienähnliche Struktur innerhalb der Hausgemeinschaft gestärkt sowie die Identifikation der Bewohner mit der Hausgemeinschaft, in der sie leben, gefördert.

  
Bei den Gruppenangeboten der sozialen Betreuung wird darauf geachtet, dass die Bewohner aus derselben Wohngegend kommen, sodass ein Kontakt zu Freunden, Schulkameraden etc. weiterhin bestehen kann. Außerdem sollte ein nahezu ähnlicher Grad der Pflegebedürftigkeit bestehen, damit die Aktivitäten gemeinsam durchgeführt werden können.

 
Die Angebote richten sich nach den Gästen und werden gemeinsam mit dem Heimbeirat entwickelt. Bei den Einzelangeboten orientiert sich die Institution an den vorhandenen Möglichkeiten. Eine Förderung ist im eigenen Zimmer möglich, im Außengelände oder in der näheren Umgebung. Spaziergänge, Ausflüge etc. werden je nach Jahreszeit und Wetter geplant und mit dem Gast gemeinsam abgestimmt.

 

Angebote für nicht gruppenfähige (immobile) Bewohner können sein:

  • basale Stimulation
  • Einzelgespräche, Vorlesen, kreatives Gestalten
  • Begleitung und Betreuung in allen Lebenssituationen
  • Stuktur nach dem Einzug bzw. nach besonderen Veränderungen
 

 


Ansprechpartner

nurona mestrovicZdravko Mestrovic

Pflegedienstleitung

 

Kontakt:

Telefon 06657 - 60 86 77 02

Telefax 06657 - 60 86 77 05

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